Zielsetzung

Unserer Mitwelt in der von Meyer-Abich geforderten Weise gerecht zu werden, setzt Achtsamkeit und Mitgefühl voraus. Erst auf der Basis einer nicht nur kognitiven, sondern auch gefühlsmäßigen, empathischen, sinnlichen Erfahrung von Mitwelt kann eine Motivation zu ihrem Schutz entstehen. Achtsamkeit und Mitgefühl sind wichtige Werte, die geweckt, geschult und gepflegt werden müssen.

In den schulischen Richtlinien und Lehrplänen spielt das Thema MITWELT oft noch eine eher untergeordnete Rolle, obwohl eine intensive Behandlung der Thematik in einer Gesellschaft, in der nicht nur die Gewalt gegen Tiere, sondern auch die Gewalt gegen Menschen zunimmt, dringend erforderlich wäre.

Nicht nur um der Tiere, sondern auch um der Menschen willen, ist es notwendig, die Mensch-Tier-Beziehung auf der Grundlage von Werten wie Humanität und Achtung neu zu gestalten. Denn gerade in der Mensch-Tier-Beziehung entwickeln sich bei Kindern und Jugendlichen Grundmuster, die auf die mitmenschlichen Beziehungen übertragen werden. Werden hier Stärke und Rücksichtslosigkeit gegenüber Schwächeren ausgelebt, so ist zu befürchten, dass diese als erfolgreich erlebten Verhaltensweisen später generell in der Gesellschaft angewandt werden.
Dies zu verhindern, erfordert die Abkehr von einem würdelosen, allein auf Nutzen des Menschen ausgerichteten Umgang mit den Tieren, hin zu einem fürsorglichen, würde- und respektvollen Verhalten auch gegenüber dem Mitlebewesen Tier.
Der achtungsvolle Umgang der nachfolgenden Generation miteinander und mit der Mitwelt ist eine wichtige Voraussetzung zur zukunftsfähigen Entwicklung unserer Gesellschaft und dieser Erde.

Empathie ist eine Eigenschaft, die erlernt und gefördert werden muss. Empathiefähigkeit kann sich entwickeln, wenn die Möglichkeiten hierzu früh eröffnet werden. Unsere Gesellschaft braucht sensible Menschen, die mit sich selbst, mit anderen Menschen, mit Tieren, mit Pflanzen und mit unserer Erde achtsam umgehen – mit Herz und Verstand.

Leider nur langsam verbreitet sich die Einsicht, dass eine „nachhaltige Entwicklung“ eine ganz neue Herausforderung auch für das Bildungssystem darstellt. Für dieses überaus komplexe Thema reicht es nicht aus, ein paar zusätzliche Unterrichtsstunden zum Umwelt- und Naturschutz, Klimaschutz, Tierschutz u.v.m. oder zur globalen Gerechtigkeit in den Lehrplan aufzunehmen. Vielmehr ist das Bildungssystem verantwortlich, jungen Menschen zu vermitteln, wie sie ihr Leben so gestalten können, dass sie für die globalen Herausforderungen der Zukunft gewappnet sind.

Menschliches Verhalten hat Auswirkungen auf die Lebensbedingungen von Menschen, Tieren, Pflanzen und natürliche Lebensräume. Aus diesem Grund sollten junge Menschen früh lernen, Zusammenhänge zu erkennen, sich in der Welt zurecht zu finden und verantwortlich zu handeln.

Grundsätzlich ist Schule immer auf Nachhaltigkeit ausgerichtet, denn Schule vermittelt Wissen und Sichtweisen für die Gegenwart und für die Zukunft. Schule klärt auf, gibt Wissen weiter und prägt junge Menschen zu kritischen und mündigen Bürgerinnen und Bürgern, die ihrerseits erworbenes Wissen und Sichtweisen wieder ihren eigenen Kindern vermitteln. Dieses natürliche Potenzial der Nachhaltigkeit von Schule gilt es zu nutzen! Eine Schulbildung für nachhaltige Entwicklung hat daher den Anspruch, junge Menschen in die Lage zu versetzen, die heutigen und zukünftigen globalen Probleme zu verstehen, sich ihnen zu stellen und sie zu lösen. Auch die Behandlung ethischer Fragen gehört dazu.

Fazit:
Das Erlernen von Achtsamkeit gegenüber unserer Mitwelt und das Verständnis von globalen Zusammenhängen durch die Auswirkungen unseres Handelns sind Schlüsselkompetenzen, die zur Bewältigung der Probleme von heute und morgen unbedingt vermittelt werden müssen!

Maßnahmen bzw. Umsetzung unserer Ziele:

  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Entwicklung von Konzepten für die Aus- und Weiterbildung
  • Entwicklung und Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien
  • Gewinnung von Lehrern aller Schulformen, Erziehern, Sozialarbeitern und Sozialpädagogen,
  • sowie von Mitarbeitern in der Ausbildung an Hochschulen und Fachhochschulen, Fachschulen und Seminaren für das Projekt
  • Bereitstellung von Referenten
  • Praktische Durchführung von Aus- und Weiterbildung von Pädagogen und Erziehern
  • Erstellung einer Internet-Plattform zum Austausch von Information, Arbeitsmaterialien und Erfahrungen